Kategorie Brandenburg

Brandenburg: Königs Wusterhausen

Obwohl ich schon seit fast 30 Jahren Brandenburgerin bin, kenne ich noch längst nicht alle Orte und Regionen. Eine Neuentdeckung war in diesem Jahr Königs Wusterhausen im Landkreis Dahme-Spreewald.

Königs Wusterhausens Geschichte ist zum einen stark verbunden mit König Friedrich Wilhelm I., dem „Soldatenkönig". Er bekam das dortige Schloss als Zehnjähriger von seinen Eltern zu Weihnachten geschenkt. Später baute er es zum Jagdschloss um und verbrachte dort mehrere Monate im Jahr. Daher wurde der Ort Wusterhausen 1718 in Königs Wusterhausen umbenannt.

Zum anderen ist Königs Wusterhausen die "Wiege des Rundfunks". 1920 wurde dort der erste deutscher Rundfunksender in Betrieb genommen.

Zoo Eberswalde: Ganz nah dran

Vor allem von Familien höre ich immer wieder, wie schön der Zoo in Eberswalde ist. Also war es an der Zeit, ihn sich selbt einmal anzusehen.

Auf einer Fläche von circa 4 Hektar gab es dort schon seit 1928 ein umzäuntes Waldgebiet, in dem man Hirsche, Damwild, Füchse, Wildschweine und andere heimische Wildtiere sehen konnte. Dieses wurde jedoch 1945 durch fliehende Waffen-SS-Verbände zerstört.

1957 begann man mit der Planung und dem Aufbau des heutigen Zoos, der mittlerweile eine Größe von 15 Hektar hat. Dort leben 1300 - 1500 Tiere in 130 - 140 Arten aus fünf Kontinenten. Die Zahlenabweichungen ergeben sich aus den Angaben verschiedener Internetseiten. Letztendlich ist es auch egal, welche Zahl stimmt: bei einem Besuch wird man es sowieso nicht schaffen, sich alle Tierarten anzuschauen.

Altranft: ländliche Kultur im Oderbruch

Das Schloss (eigentlich Gutshaus;) Altranft stammt im Ursprung aus dem Jahr 1375. Von 1919 bis 1945 befand es sich sich im Eigentum der Familie Eschenbach, und viele Menschen aus der Umgebung waren auf dem Gut beschäftigt. Nach dem 2. Weltkrieg wurden dort zunächst Flüchtlingsfamilien untergebracht. Danach war es Schule, Hort, Kinderkrippe, Jugendclub, Kulturhaus...

Bereits in den 70er Jahren entstand das Freilichtmuseum Altranft, das "Veränderungen in der Lebensweise und Kultur der werktätigen Dorfbevölkerung in der östlichen Mark Brandenburg" darstellen sollte. Das Schlossgebäude wurde mit einbezogen. Das Freilichtmuseum in der bisherigen Form wurde 2016 geschlossen. Gleichzeitig wurde mit der Eröffnung des Oderbruch Museums Altranft, dessen Hauptteil sich im Schloss befindet, ein völlig neues Konzept umgesetzt.

Brandenburg in Brandenburg

Ein Fluß, auf dem mehrere Schiffe und Boote fahren. Auf der anderen Seite eine Kirche. Daneben Bäume und davor eine breite Uferpromenade. Auf der Seite, von wo das Foto aufgenommen wurde, ein von einem niedrigen Metallzaun umgebenes Beet mt niedrigen Büschen. Davor führen breite Stufen zum Wasser hinab, auf denen Menschen sitzen. Unten am Wasser mehrere Enten und ein stehendes Kind. Rechts ist ein Teil eines Kinderwagens zu sehen.

Das Bundesland Brandenburg ist (hoffentlich) den meisten bekannt. Aber die Stadt Brandenburg wahrscheinlich nur wenigen. Völlig unverdient, und daher will ich das jetzt ändern...
1157 eroberte Albrecht der Bär die slawische Burg Brandenburg. Das eroberte Gebiet, das sich in den Folgejahren deutlich vergrößerte, bekam den Namen Mark Brandenburg. An der Stelle der Burg wurde der Dom St. Peter und Paul errichtet. Westlich und östlich der Havel bildeten sich zwei Städte: die alte Stadt Brandenburg (1170 erstmals urkundlich erwähnt) und die neue Stadt Brandenburg. Wobei "neu" relativ ist; die Neustadt wurde 1196 das erste Mal erwähnt. Beide Städte hatten eigene Ratsherren, Märkte, Befestigungen und Kirchen. Sie waren als Hansestädte wirtschaftlich erfolgreich und blieben bis ins 15. Jahrhundert hinein die wichtigsten Orte der Mark Brandenburg.